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© Irmo Keizer
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28.05.2017 / Medienmitteilung Radon Factory XC Team

HEFTIGER STURZ VON FLÜCKIGER IN ALBSTADT

 

Der UCI Mountainbike World Cup im deutschen Albstadt brauchte Frust & Lust für's Radon Factory XC Team. Während Alessandra Keller mit dem sechsten Platz ihr bestes Weltcup-Resultat egalisierte, crashte Mathias Flückiger und musste das Rennen aufgeben.

 

Das Rennen begann gut für Mathias Flückiger. Nach einem Blitzstart von Nino Schurter und Mathieu van der Poel konnte Flückiger alleine zum Spitzenduo aufschliessen und das Tempo mitgehen.

 

Doch dann riskierte der Berner zu viel. Nach einem kleinen Ausrutscher sprang er nur wenige Meter weiter in einer Passage, wo sonst niemand springt. Mit fatalen Folgen. Er verliert die Kontrolle über das Bike und fliegt die Böschung hinunter. Knapp an einigen Bäumen vorbei. Mit starken Prellungen und einigen Schürfungen versucht er mit grossem Kämpferherz das Rennen fortzusetzen. Jedoch musste er eine Runde später aufgeben. Zu gross waren die Schmerzen.

 

Viel besser lief es Teamkollegin Alessandra Keller im Rennen der Elite Frauen. Nach einem verhaltenen Start kam sie auf Position 19 aus dem Startloop zurück. Und drehte in der Folge mächtig auf, fuhr 2x die drittbeste Rundenzeit, lag eine Runde vor Schluss gar auf Position 5. Am Ende klassierte sie sich auf dem sechsten Platz und egalisierte somit ihr bestes Resultat an einem Elite Weltcup.

 

Kathrin Stirnemann zeigte eine solide Leistung auf einem Kurs der ihr nicht so liegt. Sie verlor vor allem auf der zweiten Runde viel Zeit und pendelte sich in der Folge um die Ränge 20-25 ein. Am Schluss wurde sie 26.

 

Das Team macht nächste Woche Pause. Die Frauen gehen ins Trainingslager und Mathias pflegt seine Wunden zuhause.

 

RESULTATE ELITE MÄNNER

1. Nino Schurter, SUI, 1:33.38
2. Mathieu van der Poel, NED, + 0.26
3. Anton Cooper, NZL, + 0.49
4. David Valero, ESP, + 1.00
5. Maxime Marotte, FRA, + 1.28
6. Stephane Tempier, FRA, + 1.56
7. Julien Absalon, FRA, + 2.21
8. Florian Vogel, SUI, + 2.28
9. Manuel Fumic, GER, + 2.29
10. Jan Skarnitzl, CZE, + 2.30
DNF Mathias Flückiger, SUI

 


© Irmo Keizer
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21.05.2017 / Medienmitteilung Radon Factory XC Team

KEIN EXPLOIT IN TSCHECHIEN


Im tschechischen Nove Mesto fiel am Wochenende der Startschuss in die diesjährige Weltcup-Saison. Das Radon Factory XC Team reiste mit starken Resultaten aus den bisherigen Rennen im Gepäck zum Klassiker nach Tschechien. Und mit guten Erinnerungen. An der WM vor einem Jahr gewann Alessandra Keller an gleicher Stelle die U23 Bronze Medaille. Doch dieses Mal gab es nichts zu feiern.
 
Die UCI setzte das Rennen der Elite Frauen auf Samstag an. In Anbetracht der riesigen Zuschauerkulisse vom Sonntag etwas schade. Alessandra Keller konnte sich bis Rennhälfte auf dem achten Platz halten. "Dann hatte ich aber ein Leistungsloch und musste die Gruppe ziehen lassen", zeigte sich Alessandra als Sechszehnte im Ziel enttäuscht. Sie hatte während der Woche mit Magenproblemen gekämpft und nun wohl noch dafür gebüsst. Trotzdem ist Alessandra hinter der Niederländerin Anne Tauber die zweitschnellste U23 Fahrerin im Feld der Elite-Frauen. Kathrin Stirnemann erwischte einen guten Start und kam als Zwölfte aus dem Startloop zurück. Doch dann fand die Aargauerin ihren Tritt nie richtig und klassierte sich schlussendlich auf Rang 30.
 
Im Rennen der Elite Männer fiel die Vorentscheidung bereits in der ersten Runde, als sich Weltmeister Nino Schurter und der Spanier David Valero vom Feld absetzen konnten. Dahinter sicherte sich Mathias Flückiger den dritten Platz. Und das obwohl sich Flückiger nicht gut fühlte. "Mir war am Start gar nicht gut. Ich fühlte mich kraftlos und war schon überrascht, dass ich plötzlich alleine unterwegs war", erklärte Flückiger die Startphase. Alleine verfolgte er während zweier Runden das Spitzenduo. Und verbrauchte dabei viele Körner. Bald war sein Vorsprung von über 20 Sekunden auf die grosse Verfolgergruppe aufgebraucht. "Ich büsste in der Folge zu stark für meine Solo-Fahrt, es war brutal", äusserte sich der Berner entkräftet im Ziel. Und tatsächlich. In den letzten drei Runden verlor Flückiger Rang für Rang und überquerte am Ende auf Rang 31 die Ziellinie.
 
Radon Teammanager Ralph Näf konnte seine Enttäuschung nicht verbergen: "Resultatemässig war das natürlich nicht der gewünschte Weltcupstart. Wir hatten uns mehr erhofft. Trotzdem läuft im Team vieles sehr gut und wir sind froh, dass wir bereits in einer Woche in Albstadt die Chance zur Korrektur haben."

RESULTATE ELITE MÄNNER
1. Nino Schurter, SUI, 1:27.35
2. David Valero, ESP, + 0.26
3. Julien Absalon, FRA, + 1.46
4. Maxime Marotte, FRA, + 1.51
5. Jordan Sarrou, FRA, + 1.59
6. Stephane Tempier, FRA, + 2.09
7. Titouan Carod, FRA, + 2.41
8. Mathieu Van der Poel, NED, + 2.51
9. Anton Cooper, AUS, + 2.51
10. Marco Fontana, ITA, + 2.51
31. Mathias Flückiger, SUI, + 5.53

RESULTATE ELITE FRAUEN
1. Annika Langvad, DEN, 1:28.45
2. Sabine Spitz, GER, + 0.56
3. Linda Indergand, SUI, + 1.18
4. Maja Wloszczowska, POL, + 1.22
5. Yana Belomoina, URK, + 1.22
6. Adelheid Morath, GER, + 1.42
7. Helen Grobert, GER, + 2.16
8. Rebecca Henderson, AUS, + 2.28
9. Barbara Benko, HUN, + 2.39
10. Annie Last, GBR, + 2.57
16. Alessandra Keller, SUI, + 4.33
30. Kathrin Stirnemann, SUI, + 6.31


Am nächsten Wochenende geht es mit dem UCI Mountainbike World Cup weiter. In Albstadt (Deutschland) findet der zweite Lauf statt.

 


06.05.2017 / Medienmitteilung Radon Factory XC Team

WIEDER PODIUM FÜR MATHIAS FLÜCKIGER

 

Im Rahmen der Bike Days in Solothurn fand ein Rennen der nationalen Serie, dem Proffix Swiss Bike Cup, statt. Mathias Flückiger bestätigte seine hervorragende Form und musste sich nach hartem Fight bei nasskalten Witterungsbedingungen nur Lars Forster geschlagen geben. Der zweite Rang in Solothurn ist bereits der vierte Podestplatz von Flückiger in dieser Saison. Auf Platz 6 fuhr Kathrin Stirnemann im Rennen der Elite Frauen. Alessandra Keller war in Solothurn nicht am Start. 

 

Der Berner Mathias Flückiger erfreut sich einer hervorragenden Form. Nach den Siegen an den Hors Category Rennen in Bad Säckingen und Heubach folgte nun ein zweiter Platz an den Bike Days in Solothurn. Flückiger startete gut ins Rennen und fand sich nach zwei von insgesamt 6 Runden in einer Fünfer-Spitzengruppe mit Andri Frischknecht, Lars Forster, Reto Indergand und Weltmeister Nino Schurter. In der dritten Runde erfolgte die erste Zäsur, Indergand und Frischknecht mussten das Trio ziehen lassen. Und in der nächsten Runde musste auch Weltmeister Nino Schurter wegen Defekt abreissen lassen. Bei der zweitletzten Zielpassage tauchte Mathias Flückiger gar alleine auf. 10 Sekunden Vorsprung konnte er auf den einzigen Verfolger Lars Forster ausweisen. Würde das zum Sieg reichen? Nein. Flückiger kämpfte auf der letzten Runde mit den Temperaturen und musste Forster noch einmal heran und gar ziehen lassen. Als Zweiter fuhr der Berner Mountainbiker in Solothurn durchs Ziel. "Klar bist du im ersten Moment enttäuscht, wenn du auf der Schlussrunde noch vom ersten Platz verdrängt wirst. Aber es war ein gutes Rennen, Lars kam in der Schlussrunde mit den nasskalten Bedingungen einfach besser zu recht.", gab Flückiger im Ziel zu Protokoll

 

Im Rennen der Frauen fiel die erste Vorentscheidung in der vierten von fünf Runden. Die 6-köpfige Spitzengruppe splittete sich auf, Kathrin Stirnemann, welche das Feld in den ersten drei Runden mehrmals anführte, musste bei Dauerregen die Kontrahentinnen ziehen lassen. Am Ende klassierte sich die Aargauerin auf dem sechsten Platz. "Ich bin mit meiner Leistung heute eigentlich zufrieden. Einzig über die Rangierung freue ich mich nicht so. In einer Sechsergruppe auf den sechsten Platz zu fahren, das geht sicher besser. Aber ich freue mich nun auf den Weltcup in Tschechien!", analysierte die Athletin im Ziel ihr Rennen.

 


01.05.2017 / Medienmitteilung Radon Factory XC Team

2. SAISON SIEG FÜR MATHIAS FLÜCKIGER

 

Das Radon Factory Racing Team war am Wochenende getrennt im Einsatz. Kathrin Stirnemann fuhr beim legendären BIKE Festival in Riva (Italien) mit, während Mathias Flückiger und Alessandra Keller beim Cross Country Klassiker "Bike the Rock" in Heubach (Deutschland) waren. Und das Radon Team feierte gleich zwei Siege! Mathias gewann in Heubach, Kathrin in Riva. Alessandra wurde starke Sechste.

 

Zweiter Sieg an einem Hors Category Rennen in dieser noch jungen Saison für Mathias Flückiger. Der Berner Mountainbiker zeigte beim Klassiker "Bike the Rock" im deutschen Heubach eine eindrückliche Leistung. Flückiger übernahm gleich nach dem Startschuss die Spitze, fuhr in fünf von sechs Runden Bestzeit, baute so den Vorsprung Runde für Runde aus und gewann schlussendlich mit über 1.40 Minuten Vorsprung auf den Franzosen Jordan Sarrou und Landsmann Florian Vogel (Rapperswil). Damit gewann er nach der Golden Trophy in Bad Säckingen bereits zum zweiten Mal in dieser Saison ein Rennen der hochdotieren HC Klasse der UCI. „Es ist sehr schön einen Klassiker wie Heubach zu gewinnen, das bedeutet mir schon was. Heute passte alles zusammen. Die Form ist gut und ich bin sehr zufrieden“, kommentierte Mathias Flückiger im Ziel seine Leistung mit einem grossen Smile im Gesicht.

 

Ebenfalls zufrieden mit der Leistung ist Alessandra Keller. Die Innerschweizerin fuhr ein konstantes Rennen und wurde Sechste.

 

Während Alessandra Keller und Mathias Flückiger in Deutschland unterwegs waren, bestritt Kathrin Stirnemann in Italien beim Bike Festival am Gardasee ein Marathon-Rennen. Die Aargauerin bekundete keinerlei Mühe und gewann nach 4.25h souverän vor den Deutschen Silke Ulrich und Katja Walz.

 

Ebenfalls am Start in Riva war Teamchef Ralph Näf. Zum ersten Mal seit seinem Rücktritt ging er als Hobbysportler in Riva über die kurze Distanz an den Start. Er schlug sich beachtlich und überquerte als 15. die Ziellinie.

 

Am kommenden Samstag bestreitet das Radon Factory XC Team beim Swiss Bike Cup anlässlich der Bike Days in Solothurn seinen ersten Ernstkampf in der Schweiz.

 

RESULTATE ELITE MÄNNER (HEUBACH)

1. Mathias Flückiger, SUI, 1:19.25

2. Jordan Sarrou, FRA, + 1.40

3. Florain Vogel, SUI, + 1.41

4. Julien Absalon, FRA, + 2.38

5. Marcel Guerrini, SUI, + 2.53

6. Andri Frischknecht, SUI, + 3.16

7. Bartlomiey Wawak, POL, + 3.24

8. David Valero, ESP, + 3.28

9. Markus Schulte, GER, + 3.30

10. Fabian Giger, SUI, + 3.31

 


23.04.2017 / Medienmitteilung Radon Factory XC Team

SWISS BIKE CUP HAIMING

 

Der Swiss Bike Cup machte dieses Wochenende zum ersten Mal im Ausland Station. Beim Ötztaler Bikefestival im österreichischen Haiming hatte Mathias Flückiger viel Pech. In Führung liegend bremste ihn ein platter Reifen aus.

 

Im Rennen der Elite Frauen führte Alessandra Keller das Feld nach dem Startloop an. In der Folge musste sie aber die überragende Linda Indergand ziehen lassen und fuhr ab der zweiten Runde bis ins Ziel auf Rang 6. Ihre Teamkollegin Kathrin Stirnemann erwischte einen schlechten Start. Sie wurde im nervösen Startloop mehrere Male eingeklemmt und musste gar vom Rad steigen. Als 32. passierte sie nach dem Startloop den Start-/Zielbereich. Doch dann startete die Aargauerin eine eindrückliche Aufholjagd, machte Rang für Rang gut, fuhr starke Rundenzeiten und kam so noch auf den guten 8. Platz. "Mal vom Start abgesehen bin ich heute richtig zufrieden. Ich hab wieder Druck auf den Pedalen und das stimmt mich für die nächsten Rennen sehr zuversichtlich!", war dann auch das positive Feedback zum Rennen im Ziel.

 

Grandios war auch der Start von Mathias Flückiger im stark besetzten Rennen der Elite Männer. Nach der zweiten Runde führte der Berner das Rennen mit fast 30 Sekunden Vorsprung an. Doch dann stoppte ein platter Reifen in der dritten Runde die starke Fahrt. Flückiger fiel weit zurück. Doch er gab nicht auf und zeigte mit starken Rundenzeiten, dass heute ein Podestplatz auf jeden Fall möglich gewesen wäre. Am Schluss überquerte er auf Rang 23 die Ziellinie.

 

Zum ersten Mal in dieser Saison konnte das Radon Factory XC Team keinen Podestplatz feiern. Teammanager Ralph Näf zog trotzdem eine positive Bilanz. "Kathrin ist nach der Erkältung zurück, Alessandra fehlte nur wenig aufs Podium und Mathias zieht das Ding hier ohne Defekt sicher durch. Die Form stimmt bei allen, so freuen wir uns auf die nächsten Rennen!", war denn auch das Resümee von Näf kurz vor der Heimreise.

 

Das Team teilt sich am kommenden Wochenende auf. Mathias Flückiger und Alessandra Keller bestreiten das traditionsreiche "Bike the Rock" Rennen in Heubach (Deutschland, UCI Hors Category) während Kathrin Stirnemann am Gardasee beim Bike Festival startet.

 

 


09.04.2017 / Medienmitteilung Radon Factory XC Team

ERSTER SAISON SIEG IN BAD SÄCKINGEN

 

In Bad Säckingen, gleich an der Schweizer Grenze in der Nähe von Rheinfelden, fand am Sonntag die Gold Trophy (UCI Hors Category) statt. Und das Radon Factory XC Team feierte den zweiten Saisonsieg! Der Berner Mathias Flückiger gewann mit eindrücklicher Leistung vor dem Weltranglisten-Dritten Maxime Marotte aus Frankreich. Im Rennen der Frauen klassierte sich Kathrin Stirnemann auf Platz 9 derweilen sich Alessandra Keller nach einem Platten mit Rang 25 Zufrieden geben musste.

 

Mathias Flückiger ist der gefeierte Sieger in Bad Säckingen. Flückiger war vom Startschuss an der Spitze präsent und suchte bereits in der zweiten von sieben Runden sein Glück in einer Soloflucht. "Als Manuel Fumic kurz nach der Zielpassage angriff, ging ich mit und konterte ich diesen noch vor der nächsten technischen Passage. Und kam weg!", analysierte Flückiger den Schlüsselmoment des Rennens.

 

In der Folge baute der Berner den Vorsprung auf 40-50 Sekunden aus und verwaltete das Polster bis ins Ziel souverän. In Italien vor einer Woche verhinderte noch ein Defekt kurz vor Schluss den Sprung aufs Podest. Nun ging alles auf und Flückiger war entsprechend glücklich: "Ich bin natürlich happy. Heute ging alles auf. Gute Form, gutes Material, guter Team-Support!", liess sich Flückiger im Ziel zitieren.

 

Im Rennen der Frauen bestätigte Kathrin Stirnemann ihre Form mit dem neunten Platz. Die Aargauerin litt noch bis vor einer Woche unter einer starken Erkältung und kämpft sich nun erfolgreich zurück. Pech hatte hingegen die Innerschweizerin Alessandra Keller. Ein Platten unmittelbar nach der Wechselzone warf sie weit zurück.

 

Den nächsten Renneinsatz hat das Radon Factory XC Team am 23. April beim Ötztaler MTB Festival in Haiming (Österreich).

 

RESULTATE ELITE MÄNNER

1. Mathias Flückiger, SUI, 1:33.07

2. Maxime Marotte, FRA, +0.41

3. Jordan Sarrou, FRA, +1.07

4. Gregor Raggl, AUT, +1.15

5. Anton Sintsov, RUS, +1.16

6. Victor Koretzky, FRA, +1.45

7. Manuel Fumic, GER, +1.52

8. Jan Skarnitzl, CZE, +3.49

9. Fabian Giger, SUI, +3.58

10. Moritz Milatz, GER, +4.18


© Irmo Keizer
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02.04.2017 / Medienmitteilung Radon Factory XC Team

DAS RADON FACTORY XC TEAM STARTET IN MONTICHIERI

 

Im italienischen Montichiari startete das, auf diese Saison hin neu gegründete, Radon Factory XC Team seine Saison. Unter der Federführung von Teambesitzer Ralph Näf gab es bereits den ersten Podestplatz zu feiern. Die junge Innerschweizerin Alessandra Keller (21, Stans) fuhr auf den zweiten Platz. Viel Pech hatte der Berner Mathias Flückiger (28, Leimiswil), welcher kurz vor Schluss im Kampf um Rang 3 einen Defekt erlitt und danach als Neunter ins Ziel einfuhr. Die Aargauerin Kathrin Stirnemann (27, Gränichen) startete nach einer Erkältung nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte ins Rennen und plazierte sich trotzdem auf Position 14.

 

Das neue Mountainbike-Team von Ralph Näf reiste mit grossen Erwartungen nach Norditalien. Zwei gute Trainingslager und erste Podestplätze in Vorbereitungsrennen zeugten von guter Form der Athleten. Im Rennen der Elite Frauen gaben die Schweizerinnen den Ton an. Mit Indergand, Keller, Frei, Neff und Gantenbein klassierten sich gar 5 Eidgenossinnen in den Top 10. Hinter Linda Indergand, welche einen souveränen Start-Ziel Sieg einfuhr, bildete sich eine Gruppe mit Alessandra Keller, der Norwegerin Gunn-Rita Dahle und der Polin Maja Wloszczowska. Nach einem Sturz Wloszczowskas konnte Alessandra Keller auch die Grande Dame des Mountainbike Sports distanzieren und wurde starke Zeite. „Ich hatte einen guten Start und kam im Verfolger-Trio gut zu Recht. Tückisch waren einzig die steilen Aufstiege, welche sehr rutschig waren und äusserst vorsichtig befahren werden mussten.“, resümierte Keller glücklich im Ziel. Mit anderen Voraussetzungen ging Kathrin Stirnemann ins Rennen. Die Aargauerin litt in den letzten zwei Wochen an einer hartnäckigen Erkältung und war noch nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte. Dem 14. Platz konnte sie trotzdem einiges abgewinnen: „Beim Start fehlte mir noch die Power. Aber mit Runde 2 und 3 bin ich gut zufrieden, meine Form stimmt. Jetzt gilt es weiter gut erholen und dann in Bad Säckingen nächste Woche wieder anzugreifen!“.

 

Im Rennen der Elite Männer hatte es Mathias Flückiger mit vielen starken Gegnern zu tun. Etliche Profis nutzen das Rennen in Italien für einen ersten direkten Vergleich mit der Konkurrenz. Der Berner fuhr ein ausgezeichnetes Rennen und war lange in der Spitzengruppe dabei. Alles schien möglich. Doch dann wartete Team-Chef Ralph Näf lange auf seinen Schützling. Was war passiert? Flückiger erlitt einen technischen Defekt und verlor jegliche Chance auf einen Podestplatz. Enttäuscht fuhr er als bester Schweizer als Neunter ins Ziel. Doch der Enttäuschung wich rasch die Gewissheit, dass die Form stimmt. „Ich hatte ein gutes Rennen. Darauf lässt sich prima aufbauen. Ich freue mich schon auf den nächsten Ernstkampf in einer Woche!“, gab Flückiger zu Protokoll.

 


01.01.2017 / Medienmitteilung Radon

RADON BIKES STARTET MIT ZWEI WELTKLASSE MOUNTAINBIKE TEAMS IN DIE SAISON 2017

 

Die Mountainbike Renn-Saison 2017 wird für RADON Bikes ein Wendepunkt in der Markengeschichte darstellen. Mit gleich zwei Werksteams wird der deutsche Bike Hersteller aus Bonn den UCI Cross-Country- und Downhill Weltcup bereichern.

 

Bereits seit einigen Jahren werden RADON Mountainbikes von Profis im Rennsport eingesetzt. Mit der Gründung von zwei exzellent besetzten Teams wird die Marke aus Bonn nun nicht nur eine deutlich stärkere Präsenz im internationalen Renngeschehen haben, sondern zielt auch eindeutig auf Podiumsplatzierungen im UCI World Cup, sowie bei nationalen und internationalen Meisterschaften ab. Für das in der olympischen Disziplin startende RADON FACTORY CROSS COUNTRY TEAM ist ein erfolgreiches Abschneiden bei den Spielen in Tokyo 2020 das erklärte langfristige Ziel.

 

Mit Ralph Näf kann RADON auf einen erfahrenen Manager für das RADON FACTORY CROSS COUNTRY TEAM setzten. Der dreifache Weltmeister aus der Schweiz, der bis 2015 noch selbst erfolgreich bei internationalen Rennen gestartet ist, hat ein erfolgsversprechendes Team zusammengestellt. Mit der XC Junioren Weltmeisterin von 2013 Alessandra Keller (SUI/20), Kathrin Stirnemann (SUI/28), Weltmeisterin im XCE 2014 und dem XC Junioren- sowie U23 Weltmeister von 2006/2010, Mathias Flückiger (SUI/28) besteht die Equipe zu 100% aus Weltmeistern.

 

Weltmeisterlich präsentiert sich auch das RADON FACTORY DOWNHILL TEAM. Unter der Leitung von 4X Weltmeister Joost Wichman werden Manon Carpenter (UK/22), Weltmeisterin 2014 im Downhill, der amtierende City DH Weltmeister Johannes Fischbach (D/28) und Faustin Figaret (FRA/22) im World Cup um Bestzeiten kämpfen. Raphaela Richter, die die Saison 2016 als Enduro Weltmeisterin (U21) abschließen konnte, wird das Team zu besonderen Anlässen verstärken.

 

Für Christopher Stahl, CEO der Bike-Discount GmbH und Gründer der Marke RADON ist eine Verstärkung des Engagements im Profisport mit eigenen Werksteams eine logische Konsequenz. „Mit RADON Bikes belegen wir seit Jahren Spitzenplätze bei Produkttests in den Fachmagazinen. Da ist ein Engagement im Profisport nur konsequent. Die besten Bikes müssen von den besten Athleten gefahren, getestet und weiterentwickelt werden. Als aktiver Motorsportler weiß ich, dass ich die Herausforderung des Profisports und die Rückmeldung der Fahrer benötige, wenn ich mein Produkt auch im kleinsten Detail verbessern will. Das gilt nicht nur für die Race-Bikes, sondern gerade auch für die aktuell so wichtige Kategorie der E-MTBs. Darüber hinaus ist der Profisport eine perfekte Bühne für die internationale Bekanntheit der Marke RADON“

 

Das Cross Country Team wird die Rennen in erster Linie auf RADON JEALOUS Bikes bestreiten. Das neue Carbon Hardtail hat bereits vor dem Verkaufsstart Lorbeeren mit einer Top-Ten Platzierung im Weltcup, aber auch mit dem Testurteil „Super“ im Bike Magazin (01/2016) sammeln können. Ein Entwicklungsprojekt für ein vollgefedertes Cross Country Race-Bike gemeinsam mit dem Team ist ebenfalls bereits gestartet worden. Mit Shimano, Lazer, Schwalbe, Fox, Northwave, Selle Italia, Sponsor, ESI, Pro, Texmarket und der Orthopädie St. Gallen stehen dem Team neben RADON starke Partner zu Seite.

 

Im Downhill setzten die Fahrer auf das SWOOP 200, das bereits im vergangenen Jahr Arbeitsgerät von Johannes Fischbach und Faustin Figaret war. Auch dieses Chassis hat sein Potential neben dem Rennsport in zahlreichen Tests erfolgreich unter Beweis gestellt. Mit dem Knowhow der Teamfahrer wird die SWOOP Range zukünftig um eine Carbon Version ergänzt. Das RADON FACTORY DH TEAM arbeitet außerdem mit Schwalbe, Magura, Ergon, DT Swiss, IXS Sports, Race Face, Carbocage, Fox, Sram und Crankbrothers zusammen.

 


31.12.2016

AUF EIN GUTES NEUES!

 

Das Jahr 2016 neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu. Gerne schaue ich auf eine aufregende Saison zurück – mit vielen Höhen und Tiefen!

 

Einen besseren Saisonauftakt konnte ich mir jedoch kaum vorstellen. Mit dem 4. Rang am Eröffnungs-Weltcup in Cairns AUS zeichneten sich meine guten Vorbereitungen über den Winter aus. Ich startete so mit grossem Selbstvertrauen in die neue Saison. Mit kurzem Aussetzer (aus gesundheitlichen Gründen) beim Weltcuprennen in Albstadt (Rang 48) konnte ich eine Woche später in La Bresse wiederum auf den guten 6. Schlussrang fahren. Ein äusserst wichtiges Resultat, da der Weltcup in La Bresse das letzte Rennen der Qualifikationsserie für die Olympischen Spiele in Rio war. Hiermit erreichte ich nun endlich meine langersehnte Olympiaqualifikation!

 

Ziemlich genau vier Jahre zuvor hatte ich in La Bresse die Qualifikation für die Spiele in London verpasst. Dies war damals eine schmerzende Niederlage, welche mich extrem geprägt hat und mir wiederum den Anstoss gab, alles zu tun um in Rio dabei zu sein.

 

Nach dieser grossen Genugtuung der erreichten Qualifikation stand nun der Juni ganz im Fokus auf die Weltmeisterschaften in Nove Mesto CZE. Beim Argovia Cup in Lostorf konnte ich mein erstes Rennen der Saison gewinnen. Rückwirkend gesehen vielleicht etwas zu euphorisch, erhöhte ich danach die Intensität im Training nochmals und ging in Nove Mesto etwas angeschlagen an den Start. Dadurch war kein Spitzenresultat zu erwarten – Schlussrang 14.  

 

Gerade eine Woche später folgte ein weiteres wichtiges Rennen – der Heim-Weltcup in Lenzerheide. Auch dort machte sich neben der Höhenluft, welche mir in den ersten Tagen immer etwas zu schaffen macht, das Übertraining von den vergangenen Wochen vor den Weltmeisterschaften bemerkbar. Der 48. Schlussrang schien etwas deprimierend für einen Athleten der die Qualifikation für die Olympischen Spiele erreicht hatte.

 

Nichts desto trotz ging ich direkt nach dem Weltcup guten Mutes nach St. Moritz ins Höhentrainingslager. Da mein Körper extrem auf die Höhenluft reagiert und daher längere Zeit zur Akklimatisation benötigt, wollte ich keine Zeit verlieren und möglichste viele Trainings in der Höhe absolvieren. Umso höher ist demnach auch der daraus resultierende Trainingseffekt. Die in dieser Zeit sehr intensive und professionelle Zusammenarbeit im Team zahlte sich anschliessend beim Weltcup in Mount St. Anne CAN mit dem dritten Rang aus. Mit dieser Hauptprobe zwei Wochen vor den Olympischen Spielen reiste ich schlussendlich mit sehr grosser Vorfreude nach Rio de Janeiro.

 

Das Olympiarennen in Rio gehört bis dato zu meinem wichtigsten Rennen meiner ganzen Karriere. Ich durfte endlich dabei sein und ich freute mich extrem darauf. Obwohl ich mir ein besseres Resultat erhoffte, konnte ich dennoch meine den Umständen entsprechende maximale Leistung abrufen und erreichte den guten 6. Rang. Ich bin mit meiner Leistung und dem so erhaltenen Olympiadiplom voll und ganz zufrieden, trotzdem weiss ich, dass noch mehr Potential in mir steckt.

 

Zurück in der Schweiz hatte ich nach der ganzen Anspannung mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Trotzdem fuhr ich unmittelbar nach der Rückkehr wieder ins Höhentraining nach St. Moritz. Mit dem anschliessenden 14. Rang am Weltcup in Andorra schloss ich dann schlussendlich meine intensive Saison ab.

 

Nun möchte ich hiermit die Gelegenheit nutzen um meinem – leider ehemaligen - Teamsponsor Stöckli für die sehr gute und gewinnbringende Zusammenarbeit in den letzten vier Jahren zu danken. Ich werde dir Zeit mit dem Team vermissen. Für eure stets grosszügige und professionelle Unterstützung möchte ich mich ganz herzlich bedanken!

 

Ein speziell grosses Dankeschön geht an Walter Reusser, Team-Gründer und -Verantwortlicher von Seiten Stöckli. Wie auch meinen ehemaligen Team Chefs Thomas Stoll und Ralph Näf.

 

Besten Dank und e guete Rutsch!

Math

 


DAS WAR STÖCKLI PRO TEAM 2013-2016


24. August 2016 / Stefan Leuenberger, Unter-Emmentaler

"Math" trotz Malheur zu olympischem Diplom

 

Der 27-jährige Leimiswiler Mathias "Math" Flückiger hat im Olympischen Mountainbike-rennen den ausgezeichneten 6. Rang erzielt und damit ein olympisches Diplom gewonnen. Dies, obwohl ihm am Vortag des Rennens ein Malheur unterlief.

 

In einer der letzten der 306 Entscheidungen klebte das «UE»-Gebiet am Fernsehapparat. Der gebürtige Ochlenberger Mathias Flückiger zeichnete dafür verantwortlich. Im sonntäglichen Mountainbikerennen der Männer prägte er das Rennen mit. In einer minutiös geplanten und genauso absolvierten Vorbereitung hatte sich der 1988 geborene und nun in Leimiswil lebende Regionalsportler den Olympiafeinschliff geholt.

 

Zwischenfall am Vortag

Bevor Mathias Flückiger am Sonntag im Deodoro Olympic Park das bisher wichtigste Rennen seiner Karriere in Angriff nehmen konnte, ereignete sich allerdings Mitentscheidendes. Am Samstag, einen Tag vor dem Olympiarennen, stand das letzte Training auf dem Programm. Mit einem Shuttle-Bus wurde das Schweizer Team zum letzten Training gefahren. Kurz vor der Abfahrt bemerkte Flückiger ein Malheur. «Meine Bikeschuhe waren nicht wie von mir angenommen im Trainingsgebiet deponiert, sondern noch in meiner Unterkunft.» So weit, so gut. Doch Flückiger musste sich beim Schuhholen enorm beeilen, um den Bus noch zu erreichen. Der Lift im Schweizer Wohnblock war aber überfüllt – und die Zeit knapp. So sprintete der Leimiswiler in den 18. Stock hoch, um die Schuhe zu holen, und wieder runter. «Ich musste dies einfach tun, um das Abschlusstraining nicht zu verpassen. Im Nachhinein ärgere ich mich über diese Dummheit, die mir sehr peinlich ist.» Zwar erreichte Flückiger damit den Bus und konnte das Abschlusstraining mitmachen. Doch am nächsten Morgen, dem Wettkampftag, kam das böse Erwachen. «Meine Beine schmerzten. Die negative Auswirkung meines Treppenlaufs», gibt Flückiger unverblühmt zu. «Deshalb rechnete ich mir kaum Chancen auf einen Spitzenplatz aus.»

 

Besser als erwartet

Es kam aber besser als erwartet. Mathias Flückiger glänzte auf dem Olympischen Mountainbike-Kurs am Stadtrand der 6-Millionen-Metropole Rio de Janeiro. Schon auf der ersten von sieben Runden erschien Mathias Flückiger in Tuchfühlung mit der Spitze. Einen Schreckmoment ereignete sich nach der zweiten Runde. Flückiger hatte das Bidon verloren und erwischte in der Verpflegungszone keinen neuen. «Nur eine halbe Runde später klappte es dann. Diese Dauer ohne Getränk war nicht schlimm.»

 

Schurters grosser Tag

An der Rennspitze zog Flückigers Teamkollege Nino Schurter aus Chur, der Schweizer Fahnenträger an der Schlussfeier, die grosse Show ab. Nach fünf Weltmeistertiteln, vier Gesamtweltcup-Siegen und einer Bronze- (2008) und Silbermedaille (2012) bei Olympischen Spielen setzte er sich in Rio die Krone auf. Schurter prägte das Rennen, war der aktivste Fahrer und liess seinen härtesten Widersacher Jaroslav Kulhavy aus Tschechien, den Olympiasieger von 2012, in der zweitletzten Runde regelrecht stehen. Mit 50 Sekunden Vorsprung holte sich der 30-jährige Bündner den Olympiasieg. Favoriten wie der Franzose Julien Absalon (8. Rang) gingen leer aus. Bronze ging an den Spanier Carlos Coloma.

 

Diplomrang als Lohn

Einige Zeit lang sah es so aus, als ob Mathias Flückiger im Kampf um die Bronzemedaille ein Wörtchen mitreden könnte. Doch mit dem Wissen seiner schweren Beine erklärt es sich, dass er nicht ganz die Pace des Spaniers fahren konnte. «Ich habe wirklich das Optimum herausgeholt. Ausserdem hatte ich das Glück, vor einem platten Reifen verschont zu bleiben. So gesehen darf ich mit meiner Olympiapremiere zufrieden sein.» Der 64 kg leichte Oberaargauer erwischte die spektakulären künstlichen Hindernisse und Rockgardens einwandfrei. Hinter dem Franzosen Marotte und dem überraschenden Kolumbier Botero Villegas sowie 1:01 Minuten hinter der Bronzemedaille erreichte Mathias Flückiger das Ziel schliesslich auf dem 6. Rang. Damit sicherte er sich das begehrte olympische Diplom. Der grösste Erfolg in der an Triumphen reichen Bikelaufbahn Flückigers. So wurde dieser 2006 Schweizer-, Europa- und Weltmeister bei den Junioren. 2010 wiederholte er dieses Kunststück in der U23-Kategorie. 2012 schliesslich gewann er bei der Elite WM-Bronze. «Rio war eine wunderschöne Erfahrung. Ein leichter schaler Beigeschmack bleibt aber, denn ohne mein Missgeschick am Vortag wäre wohl noch mehr dringelegen.» Motiviert blickt der Leimiswiler bereits voraus: «In vier Jahren bin ich noch einen Schritt weiter. Ich freue mich bereits auf Tokio 2020.» Und dort wird der Topbiker garantiert ohne Muskelkater nach Treppensteigen antreten. Mathias Flückiger nahm nach seinem Olympiaeinsatz an der Schlussfeier teil. Am Dienstag kehrt er zurück. Um 11 Uhr landet die Maschine in Zürich.

 

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