Bronze für Mathias Flückiger an der Mountainbike EM

 

Der Berner Mountainbiker Mathias Flückiger steht nur eine Woche nach der Weltmeisterschaft wieder auf dem Podest. An der Europameisterschaft im Tessin fährt Flückiger auf den dritten Platz.

 

Der Berner Mathias Flückiger startet verhalten ins Rennen und schliesst erst in der dritten von sieben Runden zur Spitzengruppe auf. Diese wurde bis dahin von den Schweizern Nino Schurter, Filippo Colombo und Thomas Litscher dominiert. Nach einer Tempoverschärfung musste Thomas Litscher abreissen lassen und Flückiger fuhr zum ersten Mal in diesem Rennen in den Top 3. Einzig der Franzose Titouan Carod vermochte nochmals zu den starken Schweizer Mountainbikern aufzuschliessen. In der vierten Runde musste sich dann der Lokalmatador Filippo Colombo aus dem Medaillenrennen verabschieden. Der Tessiner erlitt einen platten Reifen und fiel zurück.

 

Dann war es Mathias Flückiger selber welcher in der fünften von sieben Runden den Endspurt einläutete. Er setzte sich an die Spitze und ging als Leader auf die sechste Runde. Doch dort fehlte ihm etwas Power, als er einem Angriff von Nino Schurter nicht mehr folgen konnte. «Ich konnte das Tempo von Nino und Titouan im langen Anstieg nicht mehr mitgehen. Eigentlich eine Passage die mir liegen sollte, aber wie es scheint war ich immer noch nicht ganz bei den Kräften die ich vor meiner Erkältung hatte», analysierte Flückiger diesen Schlüsselmoment im Rennen. Und während Schurter und Carod in der Folge den EM-Titel unter sich ausmachten, fuhr der Oberaargauer ungefährdet auf den dritten Platz.

 

Flückiger zeigt damit eine eindrückliche Bilanz aus den letzten drei internationalen Titelkämpfen. An der WM in Kanada 2019 wurde er Zweiter. So auch an der WM in Österreich letzte Woche. Und jetzt ein dritter Platz an der Heim EM im Tessin. "Natürlich hätte ich heute gerne um den Titel mitgekämpft. Aber mit dem dritten Platz bin ich auch sehr zufrieden!", gab Flückiger im Ziel lächelnd zu Protokoll.

 

Rangliste Elite Männer

1. Nino Schurter, Schweiz, 1:27.25

2. Titouan Carod, Frankreich, + 0.10

3. Mathias Flückiger, Schweiz, + 0.49

4. Luca Braidot, Italien, + 0.57

5. Jordan Sarrou, Frankreich, + 1.07

6. Gerhard Kerschbaumer, Italien, + 1.18

7. Mirko Tabacchi, Italien, + 1.20

8. Thomas Griot, Frankreich, + 1.27

9. Sebastian Fini, Dänemark, + 1.47

10. Maximilian Foidl, Österreich, + 2.00